Ideen für Angebote

Franz und Elisabeth, beide in der Ortsgruppe des Pensionist*innenenverbandes, möchten gerne Mitglieder des Vereins in der Nutzung digitaler Amts- und Gesundheitsservices unterstützen. Nachdem sie vom Projektteam geschult wurden, richten sie eine Digitale Sprechstunde ein, die 14-tägig im Vereinshaus stattfindet.

Hierbei können Sie unterstützen:

  • Abschluss der Registrierung der ID Austria
  • Einstieg in ELGA mit der ID Austria
  • Unterstützung beim Einreichen von Rechnungen bei der Sozialversicherung
  • Einrichten einer E-Mail Adresse
  • Öffnen von Befunden, die von der Fachärztin per E-Mail geschickt wurden

Gabriele, Simone und Hubert sind in ihrer Gemeinde sehr engagiert. In ihrem Umfeld bemerken sie, dass insbesondere ältere Menschen oftmals Probleme im Umgang mit Smartphone, Internet und Co haben. Sie möchten Menschen dabei gerne unterstützen, gleichzeitig aber eine entspannte und vertraute Atmosphäre schaffen, die Spaß am gemeinsamen Lernen ermöglicht. Sie installieren in einem Café im Ort einen regelmäßigen Digitalen Stammtisch, zu dem sich Menschen ohne Voranmeldung dazugesellen können.

An jedem Stammtisch-Termin gibt es zu Beginn einen Themeninput zu einem relevanten (Gesundheits-)Thema – zum Beispiel:

  • Auf diesen Plattformen finde ich gute und vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen
  • Vorstellung nützlicher Gesundheitsapps
  • Online-Suche nach geöffneten Ordinationen/Apotheken in der Nähe
  • Gesundheitswissen online – Was sind Podcast und wie kann ich sie nutzen?

Um diese Stammtische gut umsetzen zu können, werden die drei vom Projektteam geschult. Hilfreiche Lernunterlagen und Arbeitsblätter werden ihnen für die weitere Umsetzung zur Verfügung gestellt.

Im JUZ gibt es immer wieder Jugendliche, die sozial engagiert sind und sich ihr Taschengeld aufbessern möchten. Mit dem Smartphone kennen sie sich gut aus. In den Bereichen kritische Medienkompetenz oder Gesundheitsthemen haben sie jedoch noch Wissenslücken.
Im JUZ arbeitet eine engagierte Mitarbeiterin, Sonja, die die Jugendlichen gerne in ihrem Wunsch nach aktiver Teilhabe in der Gemeinde unterstützen möchte. Gemeinsam organisieren sie alle zwei Monate einen intergenerationellen Aktionstag. An diesem werden Senior*innen eingeladen, mit Fragen zu ihrem Smartphone vorbeizukommen und sich von Jugendlichen unterstützen zu lassen.
Neben grundlegenden digitalen Kompetenzen werden auch Wissensangebote zu digitalen Gesundheitsthemen vermittelt.
Für ihren Einsatz erhalten die Jugendlichen regionale Gutscheine oder ähnliche Anerkennungen.

An jedem Termin werden individuelle Themen im 1:1-Setting bearbeitet. Zusätzlich werden die teilnehmenden Senior*innen auf folgende weiterführende Gesundheitsthemen hingewiesen und bei Interesse erarbeitet – zum Beispiel:

  • Webseiten mit vertrauenswürdigen Gesundheitsinformationen
  • Faktencheck-Angebote und Anlaufstellen bei digitalen Sicherheitsfragen
  • Einrichtung von E-Mail für die Kommunikation mit Ärzt:innen (Befunde, Termine)
  • Ärztesuche (etwa über die Österreichische Ärztekammer)
  • Online-Suche nach geöffneten Ordinationen/Apotheken in der Nähe
  • Gesundheitswissen online – worauf ist zu achten

Sonja wird vom Projektteam geschult, um ihr Wissen an die Jugendlichen weiterzugeben und die Aktionstage qualitativ gut zu gestalten. Lehr- und Lernmaterialien werden vom Projektteam bereitgestellt.

Die Caritas-Schule für Sozialberufe möchte ihre Schüler*innen auf die Arbeit mit älteren Menschen vorbereiten. Einige beschäftigen sich besonders mit den Themen Digitalisierung und Gesundheit, da es in Betreuungseinrichtungen immer wieder Fragen dazu gibt.
Die Schüler*innen sind jedoch unsicher, wie sie digitale Inhalte verständlich erklären oder vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen im Internet erkennen können.

In der Gemeinde gibt es zudem eine Bildungseinrichtung, die Weiterbildungen für ältere Menschen im Bereich Digitalisierung anbietet.
Da einige Angebote, wie Lerncafés am Nachmittag, kostenlos sind, sind sie oft stark ausgelastet.
Fünf Schüler*innen lassen sich vom Projektteam zu Digi-Guides ausbilden und unterstützen die Bildungseinrichtung in den Lerncafés.
Es entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Für ihren Einsatz erhalten sie Regionsgutscheine sowie ein Zertifikat als Digi-Guide, das sie ihrem Lebenslauf hinzufügen können.

Ein Schulsozialarbeiter wird immer wieder mit gesundheitsgefährdenden Inhalten konfrontiert, die Jugendliche über Social Media konsumieren, und möchte sich in diesem Bereich weiterbilden. Er wird vom Projektteam in digitaler Gesundheitskompetenz sowie deren Vermittlung geschult, um sein Wissen anschließend regelmäßig in Workshops an Jugendliche, Eltern und Großeltern weiterzugeben.

Bei der Ausbildung von Jugendlichen zu Digi-Guides bringt er sich aktiv ein und kann in weiterer Folge selbst Jugendliche in seiner Region zu Digi-Guides ausbilden. Der lokalen Pensionist*innenverein organisiert alle vier Wochen digitale Lerntreffen im Gemeindezentrum, bei denen die jugendlichen Digi-Guides unterstützen.

Beispiele für Themen der digitalen Lerntreffs:

  • Wie öffne ich sicher digitale Befunde in E-Mails?
  • Wie erkenne ich betrügerische Nachrichten (etwa SMS oder E-Mail)?
  • Wie prüfe ich, ob Websites oder Gesundheitsinformationen vertrauenswürdig sind?
  • Nützliche digitale Anwendungen für Ihre Gesundheit

Maria arbeitet im Bürger*innenservice der Gemeinde und bemerkt, dass viele Menschen zwar Informationsfolder zu Gesundheits- und Unterstützungsangeboten mitnehmen, diese aber oft schwer verständlich sind oder wichtige Angebote übersehen werden. Gemeinsam mit dem Gemeindeteam entscheidet sie, das Informationsmaterial neu zu gestalten – orientiert an den Prinzipien der Gesundheitskompetenz.
Nach einer Schulung durch das Projektteam von Digital – Gesund & Kompetent – Handeln wird das bestehende Material überprüft und schrittweise verbessert. Die Gemeinde achtet dabei besonders auf einfache Sprache, klare Struktur und gute Auffindbarkeit der Informationen.
Die Folder und Aushänge werden übersichtlich gestaltet und regelmäßig aktualisiert. Zusätzlich werden zentrale Inhalte auch digital und barrierearm zur Verfügung gestellt.

Helga und Eduard engagieren sich beim Seniorinnenverein. Regelmäßig laden sie Referentinnen für Vorträge zu Gesundheitsfragen älterer Menschen ein. Manchmal sind sie unsicher, ob die Inhalte verlässlich sind und man den Informationen trauen kann. Sie entscheiden daher, Referent*innen in Zukunft noch sorgfältiger auszuwählen. Gemeinsam mit dem Projektteam von Digital – Gesund & Kompetent – Handeln legen sie Auswahlkriterien fest, an denen sie sich in Zukunft orientieren werden.

Sabine arbeitet als Ordinationsassistentin in einer Hausarztpraxis. Sie erlebt häufig, dass Patientinnen unsicher im Umgang mit digitalen Gesundheitsangeboten sind – etwa bei ELGA, Online-Befunden oder Informationen aus dem Internet. Die Praxis entscheidet, ihre Abläufe gesundheitskompetent weiterzuentwickeln. Dabei wird sie vom Projektteam von Digital – Gesund & Kompetent – Handeln unterstützt, das dem Team hilft, das nötige Wissen und die praktischen Fähigkeiten aufzubauen. Sabine übernimmt danach eine wichtige Rolle und begleitet Patientinnen direkt bei digitalen Fragen.

Zum Beispiel:

  • Einstieg in ELGA und Abrufen von e-Befunden
  • Orientierung bei vertrauenswürdigen Gesundheitsinformationen im Internet
  • Unterstützung bei Online-Terminbuchung oder E-Rezept
  • Hinweise zum sicheren Umgang mit persönlichen Gesundheitsdaten

So trägt die Praxis dazu bei, dass Patient*innen digitale Gesundheitsangebote besser verstehen, sicher nutzen und informierte Entscheidungen treffen können.

Ein Produktionsbetrieb möchte die Gesundheitskompetenz seiner Mitarbeiterinnen stärken. Das Team der betrieblichen Gesundheitsförderung hat bemerkt, dass besonders ältere Mitarbeiterinnen im sicheren Umgang mit dem Smartphone sowie bei der Nutzung digitaler Gesundheitsangebote Unterstützung benötigen. Gleichzeitig zeigen die Lehrlinge großes Interesse, ihr digitales Wissen aktiv einzubringen und weiterzugeben.

Das Projektteam Digital – Gesund & Kompetent – Handeln coacht das BGF-Team zu digitaler Gesundheitskompetenz im Betrieb und schult die Lehrlinge darin, älteren Kolleginnen digitale Gesundheitskompetenz verständlich zu vermitteln. Anschließend gestalten die Lehrlinge regelmäßig eine Gesunde Digitale Pause im Betrieb, in der sie ihr Wissen an ältere Kolleg*innen weitergeben. Durch diesen generationenübergreifenden Austausch profitieren beide Seiten: Die Lehrlinge stärken ihre Vermittlungs- und Gesundheitskompetenz, während ältere Mitarbeiterinnen mehr Sicherheit im digitalen Gesundheitsalltag gewinnen. Der Betrieb entwickelt sich dadurch Schritt für Schritt zu einer gesundheitskompetenten Organisation weiter.

Um diese Maßnahme nachhaltig zu verankern, werden die Lehrlingsverantwortlichen geschult, zukünftige Lehrlinge in digitaler Gesundheitskompetenz auszubilden.

Nach oben scrollen